Funktionen & Technik
Was Bundra technisch wirklich macht
Bundra bündelt mehrere Microsoft-365-/OneDrive-Konten zu einem einzigen, Ende-zu-Ende-verschlüsselten Laufwerk. Im Kern steckt gekapseltes rclone (union + crypt + mount) — schlüsselfertig, mit GUI und getunten Standardwerten. Hier steht ehrlich, wie jedes Stück funktioniert, was es voraussetzt und wo die Grenzen liegen.
Multi-Konto-Pooling
Bis zu 30 Konten, ein Laufwerk
Statt ständig zwischen Konten zu wechseln, hängt Bundra sie mit rclones union-Backend zu genau einem Laufwerksbuchstaben bzw. Mountpunkt zusammen. Für dich sieht es aus wie ein Ordner — darunter arbeiten bis zu 30 private und geschäftliche Konten parallel.
Ein union-Mount
Bis zu 30 Microsoft-365-/OneDrive-Konten werden zu einem einzigen Laufwerk vereinigt. Kein manuelles Sortieren, kein Kontowechsel — ein Verzeichnisbaum über alle Konten.
Automatische Platzierung
Eine neue Datei landet automatisch auf dem Konto mit dem meisten freien Platz. Der Pool füllt sich gleichmäßig, ohne dass du Kapazitäten im Kopf behalten musst.
Keine zerschnittenen Dateien
Jede Datei liegt vollständig auf genau einem Konto — kein Striping über Konten hinweg. Fällt ein Konto aus, sind nur dessen Dateien betroffen, nie der ganze Pool.
Randnotiz: Microsoft hat eigene OneDrive-Speicher-Zukäufe eingestellt — zusätzlichen Platz gibt es praktisch nur noch über weitere Konten. Genau dafür ist Pooling gebaut: bereits bezahlte Kapazität als einen nutzbaren Pool zusammenführen.
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Verschlüsselt, bevor etwas dein Gerät verlässt
Bundra ver- und entschlüsselt alle Inhalte lokal mit rclones crypt-Backend. In deinen OneDrive-Konten liegen ausschließlich Chiffrate — niemand bei uns, bei Microsoft oder auf der Leitung sieht deine Dateiinhalte.
Was verschlüsselt wird
Dateiinhalte werden vor dem Upload lokal verschlüsselt. Der Schlüssel wird aus deinem Master-Passwort abgeleitet und verlässt dein Gerät nie.
Ordnernamen bleiben lesbar, Inhalte nicht
Damit der Pool navigierbar bleibt, bleiben Ordnernamen im Klartext lesbar — die eigentlichen Dateiinhalte sind verschlüsselt. Das ist ein bewusster Kompromiss aus Bedienbarkeit und Vertraulichkeit: rechne damit, dass dein Anbieter die Ordnerstruktur und Dateigrößen sehen kann.
Ohne Master-Passwort keine Daten
Echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung heißt: Wir kennen dein Master-Passwort nicht und können es nicht zurücksetzen. Verlierst du es, sind die verschlüsselten Inhalte unwiederbringlich — es gibt keinen Hintertür-Reset. Bewahre es so sorgfältig auf wie den einzigen Schlüssel zu einem Tresor.
Geschwindigkeit durch Pooling
Mehr Durchsatz, weil mehrere Konten parallel arbeiten
Wichtig und ehrlich: Bundra macht kein einzelnes OneDrive-Konto schneller. Die Drosselung pro Konto ist bei Microsoft serverseitig gewollt und nicht abschaltbar. Der Hebel ist Pooling — die Last wird über mehrere Konten gleichzeitig verteilt, sodass der gesamte Upload-Durchsatz deutlich steigt.
| Szenario | Upload-Durchsatz | Relativ |
|---|---|---|
| Einzelnes OneDrive-Konto | 14,4 MB/s | 1,0× |
| Bundra-Pool (6 Konten) | 76,7 MB/s | ≈ 5,3× |
Der Faktor skaliert mit der Zahl aktiver Konten, nicht linear und nicht unbegrenzt: reale Grenzen sind deine Internet-Anbindung und wie viele Konten gleichzeitig sauber schreiben. Als Pooling-Effekt gemessen, nie als „OneDrive schneller machen" gemeint.
Resilienz & Zustellgarantie · ADR-0009
Deine Daten sind nie Geisel
Ein Mount, der bei jedem Netzwerk-Schluckauf Daten verliert, wäre wertlos. Bundra ist darauf ausgelegt, Schreibvorgänge zuverlässig zuzustellen — auch wenn ein Konto zickt, das Netz wegbricht oder der Prozess mittendrin abstürzt.
Auto-Neustart & Remount
Bricht der Mount weg, startet Bundra ihn automatisch neu. Kein manuelles Wiedereinhängen, kein „Laufwerk verschwunden".
Persistenter Schreib-Cache
Ist eine Datei lokal bestätigt, gilt sie als sicher: Der Cache liegt auf der Platte und übersteht Neustarts. Bundra stellt den Upload später fertig — auch nach Absturz oder Reboot.
Gesundheitsstatus je Konto
Jedes Konto hat einen sichtbaren Status. Klemmt ein Token oder ist ein Konto offline, siehst du sofort, welches — statt im Dunkeln zu tappen.
Geführte Neuanmeldung
Läuft ein OAuth-Token ab, führt dich Bundra durch die Neuanmeldung des betroffenen Kontos — der Rest des Pools läuft derweil weiter.
„Deine Daten sind nie Geisel." Das Zustell-Verhalten ist end-to-end auf echtem WinFsp bewiesen: Selbst wenn der Prozess mitten im Upload abgeschossen wird, gehen lokal bestätigte Daten nicht verloren. Und die Lizenzprüfung (signierte ECDSA-Offline-Lizenzen, 30 Tage Offline-Toleranz, Gerätebindung) sperrt im Ernstfall nur den Start neuer Mounts — nie den Zugriff auf bereits vorhandene Daten.
Sichere Schlüssel
Schlüssel liegen im plattformechten Secret-Store
Sensibles Schlüsselmaterial landet nie im Klartext in einer Konfigurationsdatei. Bundra nutzt auf jeder Plattform den dafür vorgesehenen, betriebssystemeigenen Speicher.
Windows · DPAPI
Schlüssel werden über die Data Protection API an dein Windows-Benutzerkonto gebunden.
Linux · libsecret / Keyring
Ablage im Schlüsselbund deiner Desktop-Umgebung, angesprochen über secret-tool.
Android · KeyStore
Hardware-gestützter Android-KeyStore mit AES-256-GCM für das lokale Schlüsselmaterial.
Systemvoraussetzungen
Was du je Plattform brauchst
Ehrlich differenziert: Auf dem Desktop hängt Bundra ein echtes Laufwerk ein. Auf Android läuft ein Hintergrunddienst mit gebündeltem rclone — dort gibt es (noch) keinen Laufwerk-Mount. Die Apps sind framework-abhängig, also nicht self-contained: die genannten Laufzeitkomponenten müssen vorhanden sein.
Windows Laufwerk-Mount
- .NET-10-Desktop-Runtime
- WinFsp (für das eingehängte Laufwerk)
- rclone ≥ 1.74
Echtes Laufwerk-Einhängen über WinFsp.
Linux Laufwerk-Mount
- FUSE
- secret-tool / Keyring
- rclone (gebündelt/kompatibel)
Echtes Laufwerk-Einhängen über FUSE.
Android kein Mount
- Android 8.0 oder neuer
- Hintergrunddienst + gebündeltes rclone
- Datei-Browser/Sync in Kürze
Kein eingehängtes Laufwerk — kein vollwertiges Desktop-Äquivalent.
Download
Builds erscheinen mit dem Frühzugang in Kürze
Es gibt bewusst noch keine öffentlichen Downloads. Wer auf der Warteliste steht, bekommt die ersten Builds für Windows, Linux und Android zuerst — sobald sie stabil sind. Kein Button, der ins Leere führt.
Was heute noch nicht dabei ist
Ehrlich bleibt ehrlich: Backup-Scheduling und -Verify in Kürze sowie ein Android-Datei-Browser sind geplant, aber noch nicht gebaut. Off-Peak-/Durchsatz-Scheduler stehen im Backlog. Was oben beschrieben ist, ist umgesetzt — was hier steht, ist Roadmap.
Technik geprüft? Dann sichere dir den Frühzugang.
Trag dich in die Warteliste ein und sei dabei, wenn die ersten Builds ausgeliefert werden. Kein Kauf nötig, jederzeit abmeldbar.
Frühzugang · kein Kauf nötig · jederzeit abmeldbar